Der neologistische Begriff der 'Infantilen Senilität' ist Ursprung reiner Kreativität, mit dessen Schöpfung ich strebe, meine außerordentlich große aber unbrauchbare Eloquenz preis zu geben.
Im Folgenden möchte ich das kindliche Verhalten im Zustand des bemitleidenden Alters dennoch etwas erläutern, denn es gleicht einem tragödieähnlichem Prozess des Lebens.
Der Mensch durchlebt drei Phasen des Lebens, in denen er lernt und verlernt, merkt und vergisst, lächelt und trauert, sich Wissen durch unbändige Neugier aneignet und sich durch seine humane Motivationslosigkeit diesem Wissen entbehrt.
Die Enaphase (gr. "ena": eins) beschreibt die Zeit des Kindesalters, dessen Stufe sich in 3 weiteren Stufen, der Genikastufe (gr. "genika": allgemein), in der der neugeborene Homo Sapiens sich existenzielle Praktiken wie das Gehen, das Essen oder das Reden aneignet, der Xerostufe (gr. "xero": Wissen), in der sich der Mensch wichtiges Wissen aneignet, wobei nicht außer Acht zu lassen ist, dass der Mensch sein Leben lang durch Erfahrung an Wissen lernt, nur dass dieses adulte Lernen des Wissens nicht die Intensivität wie die des kindlichen trägt, und die Metaxystufe (gr. "metaxy": zwischen), in der der Mensch lernt, sein Wissen und seine Handlungsfähigkeiten in Form von Selbstständigkeit zur Erhaltung der eigenen Existenz zu benutzen, unterteilt.
Während dieser ganzen Stufen emporisiert (eig. Wortneuschöpfung: "wächst") der Leib eines jeden gesunden Menschen.
Die Dyophase (gr. "dyo": zwei) beschreibt den Zustand der Adultivität. Dieses ist die Zeit, in der man das Potenzial seiner Handlungsfähigkeiten täglich auszuschöpfen versucht.
Und zu guter letzt die tragische Phase, die Triaphase (gr. "tria": drei). In dieser Phase spielt die Kommutatio (lat. "commutatio": Wechsel) eine wichtige Rolle, denn innerhalb dieses Zeitraums verliert der Mensch viele seiner erlernten Eigenschaften und Fakten seines Wissens. Sein Erinnerungsvermögen schrumpft auf ein Minimum, ebenso die Motorik und Aktionsgenauigkeit. Er verlernt alles, was er sich nach der Enaphase aneignete und wechselt in das senile Stadium. Der Körper ist mittlerweile ebenfalls geschrumpft.
Die einzigen vorhandenen Weisen des Lebens sind die, die man in der Enaphase erlernte, weshalb sich der Titel auch "Infantile Senilität" schimpft. Tragisch wird es von mir angesehen, da man bei dem Verlust der Unzumutbarkeit eines Menschen oder gar bei dem Tod ein gewisses Traurigkeitsempfinden ausbreitet.
Danke für ihr Gehör.
Wichtig! Jeder hier benutzte Begriff sowie das komplette Niedergeschriebene entstand nur meinen Gedanken und sollte unter keinen Umständen für jegliche Lernprozesse benutzt werden.
Nachwort:
Obwohl ich eher darauf bedacht bin, Unsinniges auf diesem Blog zu produzieren, hat mich dieses Thema trotzdem zum Nachdenken gebracht und einen Hauch von Traurigkeit in mir ausgelöst, da ich erstmals etwas ausgiebiger über die Prozesse und die endliche Existenz eines jeden von uns nachgedacht habe.
Mit freundlichen Grüßen,
Der Autor
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